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Der Boxer hat seine Veranlagungen (Eigenschaften) geerbt, aber wenn diese Fähigkeiten nicht gefördert werden und durchlebt werden, verkümmern sie. Die Voraussetzung für die Ausbildung baut auf einer natürlichen Veranlagung auf. Da diese Veranlagung nicht bei jedem Hund gleich geartet ist, muss auch die Ausbildung individuell durchgeführt werden. Das Ziel für die weitere Tätigkeit mit dem Hund muss ein problemloser Boxer sein, der ein angenehmer Begleiter in Familie und Sport ist.
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Spielen mit dem Welpen - Spielgegenstand sollte immer gleich sein - der Welpe muss aktiv sein (er muss fordern!) - sinnvolle Bestätigung im Spiel (keine Selbstbestätigung!) - Hund nicht müde spielen (Beutespiel ermüdet sehr schnell!)
Der Hund braucht Vertrauen, um sich gerne in der Nähe des HF aufzuhalten. Freudig und motiviert mitzuarbeiten sind Beweise für das Vertrauen. Bei Misstrauen zeigt der Hund ein distanziertes und reserviertes Arbeitsverhalten.
Futtermotivation Die Art der Motivation ist individualtypisch und situtationsabhängig. Auch bei der Futtermotivation muss der Hund fordern. Der Hund muss aktiv werden, um an das Futter zu gelangen. Diese Methode ist für Hunde optimal, die einen sehr hohen Beute/Spieltrieb besitzen.
Vorteile der Futtermotivation - Futter = Grundbedürfnis (Motivationspyramide) - Futter = Bezugspunkt - Bewegung und Position lassen sich ohne Zwang und Einwirkung bestimmen
Nachteile der Futtermotivation - der Hund hat keine konstante Trieblage - der Hund kann nicht über den Spiel/Beutetrieb aufgefangen werden - der Hund ist zu wenig fordernd.
Beutemotivation Triebarbeit beginnt mit der Aktivierung des Spiel- und Beutetriebes. Dem Alter und der Größe des Welpen entsprechend wird eine im Durchmesser dünne und weiche Beisswurst für die Förderung des Spieltriebes benutzt.
Förderung über den Spieltrieb Am einfachsten ist es in gewohnter Umgebung auf den Boden setzen, den Welpen mit der Beisswurst zum Spiel animieren und bei gutem Triebverhalten den Welpen anbeissen und gewinnen lassen.
Nach dem der Welpe gewonnen hat, ihn wieder heranlocken (nicht einfangen!), an die Beisswurst fassen und erneut mit dem Beutespiel bestätigen.
Dieses Spiel sollte in der Folge täglich wiederholt werden. Wichtig der Hund nicht müde spielen, sondern vor der Müdigkeit das Spiel beenden und die Beisswurst deponieren. Nach einigen Wochen (4 - 6) sollte der Hund das Beutespiel konditioniert (gedächtnismässige Verknüpfung) haben. Nun ist der Hund bereit, mit dem Besitzer durch dick und dünn zu gehen.
Vorteile der Beutemotivation - natürlicher Trieb (Motivationspyramide) - enge Bindung Hund - Hundeführer - schnell motivierbarer Trieb
Nachteile der Beutemotivation - Handling für neu Hundeführer - Schnell ermüdbare Trieblage bei Jungen Hunden
Apportieren Die komplexeste und anspruchsvollste Übung der Abt. B ist zweifellos das Apportieren. Es gibt verschiedene Ansätze, das Apportieren aufzubauen:
- Halteapport (Gehorsamsapport) - Zwangsapport - Spielapport - Aufbau über den Beutetrieb (positive Verstärkung)
Anforderungen nach der PO Das HZ für „Bringen“ darf erst gegeben werden, wenn das Bringholz ruhig liegt. Der ruhig und frei neben seinem HF sitzende Hund muss auf das HZ für „Bring“ schnell und direkt zum Bringholz laufen, es sofort aufnehmen und seinem HF schnell und direkt bringen. Der Hund muss sich dicht und gerade vor seinen HF setzen und das Bringholz so lange ruhig im Fang halten, bis ihm der HF nach einer Pause von ca. 3 Sek. das Bringholz mit dem HZ für „Abgeben“ abnimmt.
Die PO legt heute grössten Wert auf eine freudige und schnelle Arbeit des Hundes. Dies lässt sich nur mit dem Aufbau über den Beutetrieb (positive Verstärkung) erreichen.
Allerdings muss man beim Aufbau darauf achten, dass nicht zuviel Trieb auf das Bringholz gebracht wird, sondern auf die Bestätigung beim Hundeführer (Triebziel). |
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