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Schutz- und Gebrauchshund |
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Versuch einer Begriffsbestimmung: |
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Jeder Hundebesitzer wird sich einmal die Frage stellen: „Wird mein Hund mich verteidigen, wenn es darauf ankommt?“. Diese stellt sich meistens dann, wenn er zum ersten Mal einen Schutzdienst auf dem Hundeplatz sieht. Leider werden hier zwei ganz verschiedene Sachverhalte in Zusammenhang gebracht, zum einen das natürliche Schutzverhalten des Hundes und auf der anderen Seite das sportlich betriebene und ausgeübte Arbeiten mit dem Helfer im Schutzdienst auf dem Hundeplatz. |
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Der Schutztrieb ist bei einem Hund erst nach 1,5 bis 2 Jahren zu erkennen. Dann erst hat sich sein Wesen so weit gefestigt, dass er bei einer, für ihn vorliegenden Bedrohung, mit Aggression reagiert. Dieses Schutzverhalten ist angeboren, entwickelt sich spät und ist auch nicht erlernbar. Man kann es nur bis zu einem gewissen Grad fördern oder eindämmen. |
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Der „Schutzdienst“ der in den Hundevereinen betrieben wird, läuft auf einer ganz anderen Ebene ab. Hier geht es nicht um eine ernsthafte Verteidigung oder Angriff, sondern es ist ein Kampfspiel zwischen Mensch und Hund. Das Packen des Schutzarmes oder Beisswurst für die meisten Hund erlernbar. Die Aufbauarbeit mit einem jungen Hund beginnt mit einer Beisswurst und endet nach vielen Lernprozessen mit dem Zupacken im Schutzarm. Das Arbeiten mit dem Hund findet auch immer auf dem Hundeplatz statt und immer mit Helfern in Schutzanzügen. Dem Hund wird damit vermittelt, dass nur hier und nur mit diesen Personen beissen und raufen erlaubt ist. So können gefahrlos Personen das Arbeiten des Hundes aus nächster Nähe verfolgen, ohne das sie Gefahr laufen gebissen zu werden. Der Hund wird immer zu dem laufen, der ein Schutzarm und eine Schutzhose trägt. Da der Hund dieses Kampfspiel als solches auffasst, kann er sich hier austoben, und seinem Trieb freien Lauf lassen. |
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Nicht nur beissen, sondern auch das schnelle Ablassen vom Schutzarm und Unterordnung wird trainiert. Dieses Verhalten verlangt vom Hund einen grossen Gehorsam, da der Hund hierbei sehr hoch im Trieb steht, vergleichbar mit einem jagenden Hund. Ein Hund der dann auslässt oder bei der Jagd zu seinem Hundeführer zurück kehrt hat eine hohe Stufe des Gehorsams erreicht. Somit ist der „Schutzdienst“ eigentlich die hohe Schule der Unterordnung. Schutzdienst und Schutztrieb sind zwei völlig verschiedene Begriffe. Wir sollten deshalb statt „Schutzhund“ eigentlich „Sporthund“ sagen und die Ausbildung von Schutzhunden den Behörden überlassen. Sie brauchen einen Hund der überall und jeden als Bedrohung ansieht und seinen Hundeführer schützt. Ein arbeiten mit dem Hund nur mit sichtbarem Schutzarm und Schutzhose immer in derselben Umgebung wäre für einen „Schutz/Polizeihund“ verkehrt. |
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