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Der Sanitätshund ist die älteste Art systematisch ausgebildeter und eingesetzter Hunde zur Rettung von Menschen. Im 1.Weltkrieg setzten Soldaten neben dem Meldehund auch Sanitätshunde ein. Nach den Gefechten schickten die Sanitätssoldaten die Hunde in die Kampffelder um nach Verwundeten zu suchen. Aus taktischen Gründen kam Verbellen als Anzeige nicht in Frage. So brachten die Hunde anfänglich einen Gegenstand des Gefundenen, eine Mütze oder ähnliches, zum Hundeführer zurück. Bald kam man auf die Idee dem Hund ein Lederstück am Halsband zu befestigen, dieses nahm er beim Verwundeten in den Fang und brachte es dem Hundeführer zurück. So entstand die Anzeige mittels Bringselverfahren.
In der Armee kommt der Sanitätshund heute nicht mehr zum Einsatz, als Flächen- oder Gebirgsflächensuchhund wird er heute noch von Polizei, SAC und Redog für die Vermisstensuche in unwegsamen Gelände eingesetzt.
Der Sanitätshund im Sportbereich hat die Aufgabe in unübersichtlichem Gelände 3 sitzende oder liegende Personen und einen Rucksack oder ein Kleidungsstück zu finden. Auf Anweisung des Hundeführers hat der Hund das Revier systematisch in schneller Gangart abzusuchen. Wird er fündig kommt er mit dem Bringsel im Fang zum Hundeführer zurück, dieser nimmt den Bringsel ab, schickt den Hund zum Gefundenen zurück, der Hund legt sich dort ruhig hin und wartet auf den Hundeführer.
Gemäss SKG PO und Jagdgesetz muss der im Wald freilaufende Hund durch eine Schabracke als Hund an der Arbeit gekennzeichnet sein. Neben Halsband mit Bringsel gehört also auch eine Schabracke zur Ausrüstung.
Wie andere Disziplinen in der PO ist auch der Sanitätshund in 3 Klassen eingeteilt. Die 3 Klassen unterscheiden sich in der Reviergrösse und in der Suchzeit.
Reviergrössen: Sani 1: 120m x 200 m, max. Suchzeit 20 Minuten Sani 2: 120m x 300m, max. Suchzeit 25 Minuten Sani 3: 120m x 400m, max. Suchzeit 30 Minuten, in diesem Revier läuft der Hund bis zu 6 km.
Neben der Revierarbeit schreibt die PO auch Unterordnung vor. Diese variiert von Klasse 1 bis 3, verlangt wird in allen 3 Klassen das „Kriechen“, diese Disziplin ist wahrscheinlich noch ein Überbleibsel aus dem 1.Weltkrieg!
Anforderungen an den Hund Ausser Wesenfestigkeit und Führigkeit muss der Hund über Ausdauer, Lauffreudigkeit und einen starken Bringtrieb verfügen.
Anforderungen an den Hundeführer Der Hundeführer sollte teamfähig und körperlich fit sein. Jeder Hundeführer muss sich als Figurant für „fremde“ Hunde zur Verfügung stellen. Wichtig ist eine gute Absprache zwischen Hundeführer und Figuranten, Fehlreaktionen des Hundes im Revier müssen durch den Figuranten erkannt werden und allenfalls korrigiert werden können.
Die Mitarbeit des Figuranten trägt wesentlich zu einem erfolgreichen Aufbau des Sanitätshundes bei.
Der Aufbau der Revierarbeit wird in einzelne Sequenzen zerlegt. Z.B. rennen wir mit dem Junghund spielerisch durch Gestrüpp und Dornen oder verstecken das Spielzeug im Wald. Die systematische Quersuche, wie auch das Bringseln wird einzeln gelernt ect.
Die Arbeit des Sanitätshundes ist eine sehr komplexe, der Hund muss eine Folge von Arbeiten leisten, dh. wir bauen eine Verhaltungskette auf, damit der Hund zu seinem Triebziel, Futter oder Spielzeug gelangt.
Leider wird es immer schwieriger in unseren überbeanspruchten Wäldern geeignete Reviere zu finden, es ist darum sehr wichtig mit Förstern und Wildhütern ein gutes Verhältnis zu pflegen. |
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