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Gebiss- und Zahnprobleme |
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Daniel Koch, Dr. med. vet. ECVS, Koch&Bass Ueberweisungspraxis für Kleintiere, 8253 Diessenhofen, www.kochbass.ch
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Fehlstellungen – Malokklusionen |
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Normale Zahn- und Gebissentwicklung Bevor die Fehlstellungen behandelt werden, macht es Sinn, die normale Entwicklung des Gebisses und die Stellung der Zähne zu besprechen. Die Entwicklung der Zähne beginnt bereits beim 4-5 Wochen alten Embryo. Dabei werden für den Milchzahn und den bleibenden Zahn getrennte Zahnanlagen ausgebildet. Die Milchzähne bilden den Kauapparat der Jungtiere und dienen als Platzhalter für die später durchbrechenden bleibenden Zähne. In der 3.-6. Lebenswoche findet der Zahndurchbruch statt. Hunde besitzen 28 Milchzähne, die später durch 42 bleibende Zähne ersetzt werden.
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Der Hund hat zwei Zahngenerationen. Die bleibenden Zähne stossen in der Regel gerade unterhalb der Milchzähne, wobei sie deren Wurzel auflösen und am Schluss nur noch die Krone der Milchzähne ausfallen muss. Schneidezähne (Incisivi), Eckzähne (Canini) und vordere Backenzähne (Prämolaren) wechseln regulär. Die hinteren Backenzähne (Molaren) und der erste Prämolar (P1) haben nur eine Generation und stossen als bleibende Zähne. Der Wechsel der Milch- zu den bleibenden Zähnen erfolgt zwischen dem 3. und 7. Lebensmonat.
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Für das Zustandekommen einer normalen Stellung müssen neben den Zähnen auch die Kaumuskulatur und das Kiefergelenk optimal funktionieren sowie die Kiefer korrekt geformt sein. Die wichtigsten Kriterien zur Beurteilung eines normalen Gebisses sind:
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1. Scherengebiss: die Oberkieferschneidezähne stehen etwas vor (rostral) den Unterkieferschneidezähnen. Die Spitzen der Unterkieferschneidezähne berühren die hintere (palatinale) Seite der Oberkieferschneidzähne. |
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2. Abfolge der Eckzähne (Canini): Die Krone des Unterkiefercaninus passt genau in den Raum zwischen dem dritten Schneidezahn (Incisivus) und Caninus des Oberkiefers, ohne sie zu berühren. |
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3. Die vorderen Backenzähne (Prämolaren) wechseln mit ihren Opponenten des anderen Kiefers so, dass die Spitzen jeweils in den Zwischenraum der Zähne des anderen Kiefers kommen. |
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4. Der vierte Prämolar des Oberkiefers hat den ersten hinteren Backenzahn (Molaren) des Unterkiefers als Gegenüber und seine Spitzen gleiten entlang der äusseren (bukkalen) Seite des ersten Molaren (Oberkiefer ist breiter als Unterkiefer). |
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