Der Boxer
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Kastration, Vorteile, Nachteile

Hündin

Vorteil

Kein unerwünschten Nachwuchs

Gefahr, an Mammatumoren zu erkranken, ist kleiner*

Keine Läufigkeiten mit Leinenzwang und Hygieneproblemen

Hormonell bedingte Auseinandersetzungen mit anderen Hündinnen entfallen*

Scheinträchtigkeiten sind ausgeschlossen

Betätigung im Hundesport ist das ganze Jahr über möglich; keine Pausen wegen Läufigkeiten

Diensthunde, Blindenführer- und Assistenzhunde sind abgelenkt durch Rivalitäten**



Nachteil

Operation lässt sich nicht rückgängig machen

Relativ grosses Risiko, inkontinent zu werden (Tröpfeln von Urin), vor allem bei grossen Rassen*

Drohende Gewichtszunahme bei gleich bleibender Futtermenge*

Je nach Rasse sind massive Veränderungen des Fells möglich bis wahrscheinlich (Setter, Langhaardackel)

Generelles Risiko, wie es bei jeder Operation / Narkose besteht (sehr gering)



Rüde

Vorteil

Keine Produktion von unerwünschten Nachwuchs

Kleineres Risiko, an Zysten, Tumoren der Prostata zu erkranken*

Weniger ausgeprägtes Sexualverhalten, beispielsweise verstärktes Markieren*

Keine Ablenkung bei der Arbeit durch Rivalität*

Aggressionstendenzen durch geringeren Anteil an Testosteron reduziert; Kommentkämpfe (Reduktion ist rassenspezifisch mehr oder weniger ausgeprägt)

Kein Steuern, nächtliches Heulen, schlechtes Fressen weil in der Umgebung eine Hündin läufig ist (enorme Riechweite!)

Kein Besteigen von anderen Hunden und / oder Menschen*



Nachteil

Operation lässt sich nicht rückgängig machen

Risiko, inkontinent zu werden (Tröpfeln von Urin); tritt bei einigen grossen Rassen verstärkt auf*

Drohende Gewichtszunahme bei gleich bleibender Futtermenge*

Häufiges Bedrängt werden (Aufsteigen) durch intakte Rüden

Verändertes Fell bei gewissen Rassen (Risiko massiv kleiner als bei Hündinnen)

Generelles Risiko, wie es bei jeder Operation / Narkose besteht (sehr gering)



Beide Geschlechter

Zeigen sich später erwachsen*

Bleiben tendenziell kindlicher, verspielter*/**

Grössenwachstum nimmt zu; werden um Zentimeter grösser als sonst*

Kastration ist keine Erziehungshilfe! Bestehende Probleme sind nach dem Eingriff nicht automatisch gelöst. Erziehung, Pubertät, Flegelalter verlaufen nicht anders als bei intakten Hunden. Aber: Es finden keine Auseinandersetzungen statt, die durch hormonelles Geschehen bedingt sind*. Und: Kastraten passen sich vergleichbar mit den natürlich unterdrückten Wildhunden tendenziell besser dem Rudel an*.



* Prognosen besser bei Frühkastration
** Blindenführhündinnen werden nach der ersten Läufigkeit kastriert