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Der Hund ist unruhig. Er steht auf, legt sich hin, steht wieder auf. Er hechelt, spielt, versucht zu erbrechen, kann aber nur würgen. Der Bauch ist aufgeblasen, wie eine Trommel. Die Extremitäten sind kalt, der Puls schwach und die Schleimheute blass. Jetzt ist höchste Zeit, den nächstgelegenen Tierarzt telefonisch zu informieren, damit er eine Notoperation vorbereiten kann, den Hund ins Auto zu packen und zu hoffen, dass es nicht schon zu spät ist. Denn diese Anzeichen deuten stark auf die gefürchtete Magendrehung hin, die innerhalb von 2 - 3 Stunden zum Tod führen kann.
Was passiert bei eiber Magendrehung? Der querliegende Hundemagen ist hauptsächlich an zwei Stellen, links- und rechtsseitig im Bauchraum, befestigt. Dreht sich der Magen um die Längsachse, sind der Ein- und Ausgang plötzlich versperrt. Das Futter im Magen gärt und bildet Gase, die weder über den Darm, noch durch die Speiseröhre entweichen können. Ebenfalls sind wichtige Blutgefässe abgeschnürt oder durch das aufgeblähte Organ gequetscht, so dass der Kreislauf bald einmal zusammenbricht und akute Lebensgefahr besteht. Um den Hund noch retten zu können, muss der Tierarzt den Bauch aufschneiden und den Magen wieder in seine ursprüngliche Form zurückdrehen, entleeren und chirurgisch fixieren, um einem Rückfall vorzubeugen. |
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Von einer Magendrehung besonders betroffen sind grosse, sehr grosse und "bindegewebeschwache" Rassen mit einem tiefen, schmalen Brustkorb wie z.B. Doggen oder Setter, vermehrt im Alter ab 5 Jahren. Rüden sind anfälliger als Hündinnen und die Erbbarkeit ist inzwischen erwiesen. Hatten die Hundeeltern Probleme mit einer Magendrehung, ist es wahrscheinlicher, dass auch der Nachwuchs daran erkrankt.
Die Fütterung spielt bei bei der Magendrehung ebenfalls eine Rolle. So müssen grosse Futtermengen auf einmal vermieden werden. Auch hastiges herunterschlingen begünstigt eine Torsion des Magens. Wissenschaftlich wiederlegt ist, dass die Magendrehung nur beim Herumtoben unmittelbar nach der Fütterung auftritt. Sie kann leider auch während der Ruhephase - z.B. nachts - bei leerem Magen entstehen. |
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